Luegendetektortest

Lügen erkennen: Körpersprache vs. Lügendetektortest Teil 1

Lügen dürfen nicht ignoriert werden!

Manchmal gibt es keine andere Wahl mehr und man entscheidet sich für die Lüge statt für die Wahrheit. Doch der Schutz, den eine Lüge bieten kann, ist nur zum Schein.

Auch wenn man glaubt ein gut ausgebildeter und erfahrener Lügner zu sein gibt es Zeichen und Signale die einen verraten können. Ob Mimik oder Gestik, die Stimme oder die Wortwahl … Lügen können nicht die Wahrheit maskieren, auch wenn man sich darauf verlässt. Oft lügt man aus Panik oder Ignoranz und die Person die belügt wird ahnt es, das etwas nicht in Ordnung ist. Was soll man denn bei solch einer Vorahnung machen?

  • Situation rechtzeitig erkennen
  • Nach der Wahrheit fragen
  • Beweisen, dass Lügen sich nicht lohnt

Vor jeder Lüge steht die Wahrheit

Statistiken haben erwiesen dass Frauen oft intuitiv spüren, wenn etwas nicht stimmt. Nicht umsonst Fragen die Mütter immer wieder ob alles in Ordnung sei. Doch auch Männer verfügen über die Fähigkeit, falsche Aussagen zu erkennen. Woran liegt diese universelle Kompetenz? Kann man das erlernen? Ist es angeboren? Teilweise ist es eine soziale Kompetenz, da man die Sprachgewohnheiten aus dem Kollektiv und typische Gesten kennt. Diese Erkenntnisform der Wahrheit ist aber ein Ergebnis harter Arbeit. Es bedürft eine intensive Beziehung mit dem Lügner, damit man die verheimlichende Attitüde erkennen kann.

Das Gefühl, dass etwas nicht stimmt hat man also teils von der Natur, teils von der eigenen Erfahrung. Doch was gerade nicht stimmt, dass kann man nicht immer intuitiv erraten. Die Wahrheit vor der Lüge kann nur durch gezielte, professionelle Wege enthüllt werden. Möglichkeiten: die Fähigkeit die richtigen Fragen zu stellen und so, durch die Kommunikation die Wahrheit erfahren – oder die Anwendung von Lügendetektoren.

Im Gegensatz zu der Interrogation ist die Befragung mit dem Lügendetektor nur einwegig, der Befragte muss selbst gar nicht antworten, da die Maschine die Stressfaktoren seines Körpers ausmesst und zeigt wenn abweichend geantwortet wird oder eben warum der Befragte schweigt. Mit den richtigen Fragen kann dann schließlich die ganze Wahrheit zur Worte gebracht werden.

Die Wahrheit gehört zu der Wirklichkeit und bestimmt auch diese. Lügen versuchen die Wirklichkeit zu verneinen und können Missverständnisse und Unglücke verursachen. Mit der Fähigkeit, Lügen zu erkennen werden solche Probleme rechtzeitig verhindert.

2. Körpersignale deuten

Körpersignale deuten

Unzählige Hollywoodstreifen zeigen Szenen wo Geheimagenten sich die Verdächtige sehr genau ansehen und erkennen, dass sie belügt werden. Tatsächlich wurde bei der FBI und CIA ein Programm entwickelt, das dabei helfen soll die Emotionen und Gemütszustände der beobachteten Personen zu identifizieren. Abweichender Augenkontakt, schwitzende Hände, Trommeln mit den Fingern – alle Signale von Stress und Ungeduld. Indizien in der Typologie von Körpersprache die darauf hinweisen dass die Person sich gerade sehr unsicher fühlt. Oft sprechen die Menschen in solchen Situationen ruhig und anscheinend bedacht, doch ihr Körper deutet auf einen anderen Zustand hin.

Diese Signale sind aber äußere Signale die getäuscht werden können. Viele Lügner sind auch sehr gute Schauspieler. Die Rolle eines Lügendetektor besteht darin, die Körpersignale objektiv und korrekt zu erfassen und identifizieren. Dabei wird nicht mehr die Körperhaltung beobachtet, sondern Herzfrequenz und Hormonenhaushalt. Diese biochemische Eigenschaften des Körpers kann man nur mit ungeheurem Übung kontrollieren und ist in den meisten Fällen fast unmöglich.

Das psychische Maskieren der verräterischen Körpersignale wird von dem Lügendetektor enthüllt. Die Universität in Passau hat zu den unterschiedlichen Möglichkeiten einen Körpersprache Bericht verfasst.

3. Sprache und Stimme beim Lügen

Sprachliche Äußerungen formen die Wahrheit um

In der Sprachwissenschaft gibt es mehrere Disziplinen, die sich speziell mit unterschiedlichen Aspekte der Sprache und der Sprechakte beschäftigen. Soziolinguistik und die kognitive Linguistik sind nur zwei davon, doch vielleicht zwei der wichtigsten.

Die Wissenschaftler dieser zwei Forschungsrichtungen interessieren sich für die Art und Weise wie man innerhalb einer Gemeinschaft kommunizieren kann bzw. welche die biologische, neuronale Aspekte für eine sprachliche Äußerung nötig sind, um den Inhalt in der gewünschten Form und Stimmlage zu äußern.

    • Manchmal wird es lauter, manchmal leiser, manchmal schneller, manchmal knapper
    • Intonation und Lachen als Indizien für Lügen erkennen
    • Eine ruhige Stimme kann auch täuschen

 

Sprache und Stimme beim Lügen

Die Soziolinguisten beschäftigen sich hauptsächlich mit den inhaltlichen Aspekten wie Wortschatz, Dialekt, Soziolekt bzw. Grammatik und Syntax die in gewissen Situationen als typische Beispiele erscheinen. Ob eine Äußerung richtig oder falsch ist, die Wahrheit beinhaltet oder eine Lüge ist, kann natürlich ohne dem Kontext nicht bestimmt werden. Es gibt aber Elemente, wie sehr pedante Formulierungen, schmeichelhafte Bemerkungen oder eben sehr knappe Ja/Nein Antworte die auf einen Wechsel in dem natürlichen Gespräch hinweisen und andeuten, dass hier der Sprecher vielleicht etwas zu verheimlichen hat – oder eben seine eigene Version besser präferiert als die eigentliche.

Gesprächsanalytiker achten auch auf die Begleiterscheinungen der Gespräche. Das Lachen, Husten, Lautsprechen oder eben leiser sein sind alle Indizien für eine Abweichung. Sollten diese Erscheinungen unerwartet auftreten, dann sollte der Hörer sich die Frage stellen, was eigentlich die Ursache dafür ist. Zum Beispiel ein plötzliches Auflachen oder verlegenes Husten könn als Ablenkungsmanöver eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt es Ärzte und Psychologen die bereits an einem Verfahren arbeiten, um durch den Klang der Stimme, Charakterzüge und sogar Krankeiten erkennen zu können. Ein Artikel von zeit.de – eine Klein-Mädchen Stimme sucht wahrscheinlich einen Beschützer…

Es ist aber kein Geheimnis dass mit der richtigen Übung jegliche Unsicherheit und amateure Maskierung der Wahrheit professionell vermieden wird. Schauspieler und TV-Moderatoren sind die besten Beispielen dafür wie man etwas, was eigentlich nicht immer wahr ist, ohne einen Augenzucken, klar und deutlich, ruhig und sympathisch über die Lippen bringen kann. Ein Mensch kann dadurch zwar getäuscht werden, aber eine Maschine nicht. Der Lügendetektor messt die Frequenz der Stimmbänder und vergleicht diese mit den natürlichen Werten.

Die Größe der Abweichung kann als Hinweis für die Wahrhaftigkeit der Aussage interpretiert werden.

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